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[Gesehen] Extrem laut und unglaublich nah

Eulenpost(s): [Gesehen] Extrem laut und unglaublich nah

Dienstag, 13. November 2012

[Gesehen] Extrem laut und unglaublich nah

Am Wochenende war mein liebster Freund da und wir wollten einen Film schauen. Da er keinen mitgebracht hatte und Dr. House (unser gemeinsames Serienprojekt) noch für den nächsten Tag gedacht war, schlug ich ihm folgenden Film vor:
Mein Freund war zunächst sehr skeptisch, denn bei imdb.de (seiner Referenzquelle) kam der Film nicht so gut weg, wie ich es erwartet hatte. Zudem wusste ich ja, dass es doch ein recht ernstes Thema hat. Nicht gerade der perfekte Film für einen kuschligen Abend…
MEINE ERWARTUNGEN Jene, die schon von Anfang an meinem Blog folgen, können sich vielleicht noch wage erinnern, dass ich die Romanvorlage zum Film einmal hier verlost hatte. Zugegeben, ich habe das Buch bis heute noch nicht gelesen. Aber sowohl Buch als auch der Film hatten viel positiven Anklang gefunden, also lieh ich mir den Film aus. Ich erwartete große Emotionen, eine ernsthafte Geschichte und berührende, nicht kitschige Momente.
MEINE EINDRÜCKE Die ersten Bilder zeigen einen liebevollen, lustigen Vater, der mit seinem etwas ungewöhnlichen Sohn kluge Expeditionen durch New York startet. Die große Zuneigung des Jungen zu seinem Vater ist sofort zu sehen.
Die Geschichte kommt in wenigen Zügen schnell auf den Punkt. Oskar verliert seinen Vater beim Anschlag auf das World Trade Center. Ein Jahr später findet der Junge einen geheimnisvollen Schlüssel im Wandschrank seines Vaters: er beschließt das dazugehörige Schloss zu finden und so noch ein wenig Zeit mit seinem Vater verbringen zu können.
Die Grundstimmung des Films ist eher bedrückend. Man sollte den Zeitpunkt, wann man den Film anschaut, also mit bedacht wählen.
Thomas Horn, der Oskar spielt, stellt seine prominenten Schauspieleltern Tom Hanks und Sandra Bullock absolut in den Schatten. Obwohl Thomas hier sein Schauspieldebüt erlebt, so erkennt man doch sofort, dass er zum Schauspielen geboren ist. Alles wirkt sehr natürlich, authentisch und somit absolut berührend an ihm. Seine Spielfreude gibt der Figur Kraft und Leben. Mein Freund und ich waren beide wirklich fasziniert von ihm.
Aber auch Tom Hanks und vor allem Sandra Bullock spielen wirklich großartig. Während Hanks gewohnt witzig und gefühlvoll ist, sieht man Bullock in einer für sie doch eher ungewohnten Rolle: sie spielt die trauernde, besorgte Mutter. Sie kämpft ums Überleben und um eine Beziehung zu ihrem Sohn. Wirklich toll! Unbedingt erwähnenswert ist auch Max von Sydow, der als ein stummer Rentner den kleinen Oskar auf seiner Reise begleitet. Sein Mienenspiel ist absolut großartig!
Die grundsätzlich eher bedrückende Stimmung des Films wird immer wieder von kleinen humorvollen Szenen durchbrochen, so dass die Geschichte nicht zu schwer im Magen liegt. Gleichzeitig ist es dem Regisseur aber auch gelungen, die Ernsthaftigkeit und Tragweite des Themas nicht aus den Augen zu verlieren. Lediglich am Ende wird etwas zu lange und zu intensiv auf die Tränendrüse gedrückt. Mein Freund und ich hatten dann auch Tränen in den Augen… eine Tatsache, die zum Film passt, aber nicht notwendig gewesen wäre, denn auch ohne diese plakative Dramatik zum Schluss, ist die Tragödie der Geschichte schon greifbar gewesen.
FAZIT Ohne die Vorlage zum Film zu kennen, ist der Film wirklich sehenswert. Eine in sich stimmige, sehr berührende Geschichte erzählt von spielfreudigen und großartigen Schauspielern zieht den Zuschauer von der ersten Minute an in ihren Bann. Ein interessanter, berührender Blick auf die Tragödie des 11.9.2001 ohne dabei zu kitschig zu werden.

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6 Kommentare:

Am/um 13. November 2012 um 15:09 , Blogger Tizianoé Kritashuu meinte...

Hallo liebe Melissa,
den Film habe ich auch gesehen. Sehr schön! Nur habe ich für mich herausgefunden, dass man ihn anschließend erst wieder nach einer langen langen Pause wieder genießen kann.

Liebe Grüße,
Tanja

 
Am/um 13. November 2012 um 16:34 , Blogger Melissa meinte...

Das glaube ich dir sofort! Vielleicht ist es auch einer der Filme, die man einmal sieht und dann nie wieder, weil der erste EIndruck so stark war!

 
Am/um 13. November 2012 um 20:41 , Blogger Elkes bunte Mischung meinte...

Hallo Melissa, den Film habe ich auch gesehen und er hat mich tief beeindruckt. Keine leichte Kost. Fand ihn sehr sehenswert.
LG von einer neuen Besucherin, Elke

 
Am/um 13. November 2012 um 21:43 , Blogger Melissa meinte...

Schön dich hier zu sehen, liebe Elke!

 
Am/um 14. November 2012 um 15:22 , Blogger Dagmars Schatzkästchen meinte...

Liebe Melissa!
Der Trailer haut mich schon um, schluck. Das ist ein Film, den ich alleine sehen muss, das weiss ich jetzt schon.
Vielen Dank für deine Empfehlungen, ich folge immer sehr interessiert und habe schon einiges nachgelesen und -gesehen.

Liebe Grüße aus dem Augsburger Land

Dagmar

 
Am/um 14. November 2012 um 17:09 , Blogger Melissa meinte...

Liebe Dagmar!
Ja, es ist wirklich ein Film, den man alleine genießen kann und sollte. Es war auch Premiere für mich, dass ich solch einen bewegenden Film mit meinem Freund zusammen angesehen habe!
Es freut mich sehr, dass dir meine Empfehlungen zusagen! Hoffentlich findest du auch in Zukunft ein paar neue kleine Schätze!
Liebe Grüße

 

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