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[30 Tage-30 Schätze] Tag 20-Alle, nur ich nicht

Eulenpost(s): [30 Tage-30 Schätze] Tag 20-Alle, nur ich nicht

Donnerstag, 20. Juni 2013

[30 Tage-30 Schätze] Tag 20-Alle, nur ich nicht

Ob es nun an meinem Beruf liegt oder an meiner von Natur aus kritischen Ader… ob ich die falsche Zielgruppe bin oder nicht leicht zu begeistern… es gibt jedenfalls eine Menge Bücher, die allen anderen gefallen haben, nur mir nicht so.

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Tag 20 - Das hat eigentlich jedem gefallen, nur mir nicht

Meiner kritischen Ader ist es zu verdanken, dass ich bei Modeerscheinungen oder Hypes erst einmal Abstand nehme und Fragen stelle: “Wie kann es sein, das etwas so vom Geschmack abhängiges so viele Menschen begeistert? Begeistert es sie wirklich oder wollen sie es nur gut finden? Ist es geschicktes Marketing oder gutes Handwerk?”

Am Ende führt es dazu, dass ich nach negativen Stimmen und Beispielen suche. Zum Beispiel steht eine Chino-Hose eben nicht jeder Frau. Und es kann auch nicht jeder Neonfarben tragen. Und nur weil ein Bio-Siegel auf der Banane ist, heißt es nicht, dass man unserer Umwelt etwas Gutes tut, weil man sie einfliegen lässt…aus dem biologischen Ägypten.

Bei den Büchern fällt mir immer als erstes die Panem-Trilogie ein. Ich hab sie gelesen, nachdem der Hype darum etwas abgeebbt war. Und nachdem sogar mein Chef (fast 10 Jahre älter als ich) selbst von den Büchern begeistert war. Also wollte ich es wissen und war schnell ernüchtert: für mich ist diese Trilogie nicht das, was sie vorgibt zu sein: sie ist keine Dystopie. Nicht solch eine, wie ich es eigentlich erwarte. Aber die Bücher sind tolle Abenteuerromane. Und deswegen haben sie, in meinen Augen, auch solch großen Anklang in ihrer Zielgruppe gefunden. Warum mein Chef sie mag? Weil er gut unterhalten wurde. Es ist leichte Lektüre, sie ist lange Strecken spannend und der Schreibstil ist gut. Aber ab der Hälfte des zweiten Bandes lässt sie doch sehr nach.

Ein ebenso gutes Beispiel ist die Biss-Reihe. Es glaubt mir nie einer, aber ich habe den ersten Band tatsächlich gelesen, bevor das Ganze richtig bekannt und erfolgreich wurde. Das Buch erwischte mich in einer passenden, schnulzigen Stimmung, daher fand ich es ganz gut. Den zweiten Teil brach ich dann schon ab, weil die Stimmung bei mir nicht mehr dafür da war und mir eine Weiterentwicklung von Bella fehlte. Der erste Film war eine Lachnummer. Ohne Witz: ich saß im Kino und fing an zu lachen. So zog ich natürlich einige ärgerliche Blicke auf mich und meiner besten Freundin, die das Buch noch nicht gelesen hatte, musste ich meine Reaktion erklären. Danach war das Thema für mich durch. Es sprach mich nicht mehr an und ich konnte diesen Wirbel darum auch nicht mehr nachvollziehen. Wenn man dann noch hört, dass die Autorin angeblich von dieser Geschichte geträumt hat und sie dann -ermutigt durch ihre Schwester oder Freundin- alles aufgeschrieben hat…es tut mir leid, ich kann es nicht ernst nehmen. Warum es so beliebt ist, ist mir auch nur bedingt verständlich. Eine wissenschaftliche Studie dazu fände ich sehr interessant.

Und so lassen sich noch einige Beispiele aufführen. Woran es auch immer liegen mag, vielleicht ist es auch eine Mischung aus vielerlei Gründen, selten begeistern mich die besonders beliebten Dinge, wie sie es bei anderen schaffen.

Steinigt ihr mich jetzt oder geht es euch manchmal ähnlich?

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4 Kommentare:

Am/um 20. Juni 2013 um 12:35 , Blogger Karo Kafka meinte...

Haha, der erste Twilight-Film war für mich auch eine Lachnummer.
Ich hingegen habe die ersten drei Twilight-Bücher gelesen, obwohl sie mir gar nicht gefallen habe. Es gab eine Zeit in meiner frühen Jugend, da hatte ich einfach nichts anderes zu lesen, deshalb habe ich mir damit die Zeit vertrieben. Heute unvorstellbar!
Im Kino zu "Twilight" saß ich mit einer Freundin und schon nach kurzer Zeit fanden wir den Film so lächerlich, dass wir angefangen haben, ihn zu parodieren beziehungsweise unsere eigenen Dialoge drüberzusprechen. Zum Glück nicht so schlimm, da wir die einzigen im Saal waren. ;)

 
Am/um 20. Juni 2013 um 19:54 , Blogger Unknown meinte...

Hehe, das klingt nach einer Menge Spaß!

 
Am/um 21. Juni 2013 um 14:23 , Blogger Julia meinte...

Oh ja, das kenne ich! Panem lese ich erst gerade bzw. versuche es. Der erste Teil war ganz gut, beim 2. fehlen mir die neuen Ideen, das kennt man fast alles schon. Twilight dagegen hat mich doch positiv überrascht, weil ich durch den Hype schon ziemlich genervt war und eine Puderzucker-Teenie-Schnulze erwartet habe. Ist jetzt nix Grossartiges, aber immerhin handwerklich solide - im Gegensatz zum letzten Hype, den ich absolut nicht nachvollziehen konnte: Shades of Grey. Da habe ich nach den ersten zwei Kapiteln begonnen, diagonal zu lesen, nach weiteren zwei habe ich aufgegeben, weil ich mich derart über den Stil genervt habe. Mein sechsjähriger Cousin hat den grösseren Wortschatz...

Ich meide momentan generell Dystopien. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass ich für die meisten, die gerade so bejubelt werden, schon zu alt bin, auch wenn sie als all-age beworben werden. Ja, ich fand das damals als Teenie auch toll, aber mittlerweile nerve ich bloss mich über die Unstimmigkeiten in der ach so düsteren Welt, in der ein ahnungsloser junger Mensch plötzlich die böse Macht erkennt und dann den Rest des Buches auf der Flucht ist.

 
Am/um 21. Juni 2013 um 21:38 , Blogger Unknown meinte...

Hmm...also da würde ich dir, falls du es doch noch einmal mit einer Dystopie versuchen willst, wirklich Veronica Roth "Die Bestimmung" empfehlen. Ich war auch skeptisch und ja, die Grundidee ist nicht neu, aber gerade die Protagonistin ist erfrischend, es ist nicht zu vorhersehbar und es ist spannend...durchweg, die ganze Zeit. Das ist erfrischend.
Ich mag Dystopien. So wie ich Krimis mag. Komisch irgendwie...
Shades of Grey werde ich wohl nie lesen. Ich weiß irgendwie schon, dass ich es blöd finden werde, weil die Leseprobe schon so albern war. Das Thema ist nicht interessant für mich und wenn es sprachlich schlecht...ohweh! So ging es mir dann mit Twilight. Also sprachlich...

 

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